Der Surfer aus dem Norden und ein Freund von Knowledge

Mehr als 13 Jahre hat Tim Latte die Welt als professioneller Surfer bereist und sich mit den Besten gemessen. Rückblickend gibt er zu, dass er den Konkurrenzkampf eigentlich nie mochte: „Ich habe es gemacht, weil ich surfen liebe und es eine Möglichkeit war, davon zu leben.“

Tim ist in Schweden, genauer gesagt in Stockholm, geboren und aufgewachsen. Dafür, dass Schweden nicht gerade für seine Wellen bekannt ist, hat Tim eine sagenhafte Geschichte geschrieben: Als Kind hat er viele Sportarten ausprobiert, konnte sich aber für keine wirklich begeistern. Durch seinen Vater, einen ehemaligen Rettungs- und Eliteschwimmer, kam er schließlich zum Surfen.

Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich auf Fuerteventura zum ersten Mal surfen ausprobiert. Der Rest ist Geschichte. Von diesem Tag an hat sich für mich alles nur noch ums Surfen gedreht. Mein Ziel war es, ein professioneller Surfer zu werden, also habe ich angefangen Wege zu suchen, um dieses Ziel zu erreichen“, sagt Tim.

Ein Jahr später hat Tim seinen ersten Wettkampf bestritten. Zwei Jahre später – mit 14 Jahren – nahm er an seinen ersten World Surfing Games teil. Von 2006 bis 2018 war Tim Latte Teil des schwedischen Nationalteams.

Eine Welt voller Geschichten

Ich kam als Underdog, war ein Junge aus einem kleinen Land ohne Wellen. Aber ich habe für das Surfen wirklich alles gegeben und bin viele Jahre durch die Welt gereist. Wahrscheinlich war es sogar das Reisen, das dazu geführt hat, dass ich nach und nach das Interesse verloren habe. Ich dachte immer, dass ich mich mit anderen messen müsste, um vom Surfen leben zu können. Dadurch habe ich aber schnell das Gefühl bekommen, viel zu verpassen, denn: Man besucht schöne Orte, kann sie aber nicht entdecken oder ihre Menschen oder Kulturen kennenlernen. Stattdessen nimmt man an einem Wettkampf teil, gewinnt und zieht weiter. Wenn ich darauf zurückblicke, war es wahrscheinlich nie wirklich mein Ding“, so Tim.

Nach dem World Cup 2018 hat Tim auf sein Herz gehört und aufgehört, an Wettbewerben teilzunehmen. Die Entscheidung hatte auch damit zu tun, dass Surfen zu einer olympischen Disziplin ernannt wurde – eine Tatsache, die Tim nicht gefallen hat. Er dachte, dass würde den Sport zu groß und kommerziell werden lassen. Zum Glück hat er während seiner Karriere als professioneller Surfer auch noch eine andere Leidenschaft entdeckt:

Als ich Teil des Surf Circus war, gab es viele Zusammenarbeiten mit Sponsoren und Fotografen, wodurch ich mich mehr mit Produktion und Marketing auseinandergesetzt habe. Außerdem bin ich auch ein Geschichts- und Geographie Nerd. Wenn ich Orte besuche, dann möchte ich Kultur, Sprache und historische Orte kennenlernen. All das verpasst man, wenn man nur herumreist und bei Wettbewerben mitmacht. Dann habe ich realisiert, dass ich mit Storytelling arbeiten kann, wenn ich Surfen und die anderen Dinge, die mich begeistern, kombiniere. So kann ich auch Geschichten anderer Menschen erzählen und es dreht sich nicht alles nur um mich.“

Bekenntnis zu Nachhaltigkeit

Eines seiner ersten Filmprojekte als Content Creator hat Tim mit dem Indo Profisurfer Marlon Gerber umgesetzt. Er ist ein guter Freund von Tim, zu dem er schon lange heraufgeschaut hat:

Es war ein super spaßiges Projekt: Wir haben Marlon direkt von Indonesien in den Norden Norwegens eingeflogen. Er war zuvor noch nie in kaltem Wasser surfen. Gemeinsam sind wir in arktischen Gewässern surfen gegangen – und zwar mitten im Winter. Es war sehr interessant zu sehen, wie ein Surfer, zu dem ich immer heraufgeschaut habe, sich erst mal in einer neuen Umwelt zurechtfinden musste, während ich selbst in meinem natürlichen Habitat war. Mir bereitet es viel Freude, solche Sachen zu machen. Ungewöhnliche Geschichten und Orte, vorzugsweise kaltes Wasser und je seltsamer, desto besser.“

Irgendwann hat Tim realisiert, dass er mit seinem Background auf Social Media einen positiven Einfluss haben kann. So begann er, seine Geschichte und seinen Lifestyle öffentlich zu teilen. Sein Bekenntnis zu Nachhaltigkeit hat sich dann schnell von selbst ergeben:

Umweltprobleme beschäftigen mich bereits seit 2014 oder 2015. Ich als Surfer kann die Schäden in der Natur wahrnehmen. Unser Planet besteht zu 70 Prozent aus Wasser – trotzdem haben wir unsere Ozeane über Jahrzehnte wie Mülleimer behandelt. Als Surfer kann man die Veränderung im Meer feststellen. Ich habe noch nie verstanden, wieso wir uns nicht angemessener um unseren Müll kümmern und ein richtiges Abfallsystem entwickeln. Oder dass wir Menschen nicht verstehen, dass Einwegartikel, Plastik, Fischernetze oder Chemikalien die Meere so sehr zerstören, dass wir wegen der Toxine und des ganzen Mikroplastiks nicht mal mehr Fisch essen können.“

Achtsamkeit schaffen

Ich habe mit meinen eigenen Augen gesehen, wie sich das Klima verändert. Als Wintersurfer konnte ich feststellen, dass die Winter im Norden milder geworden sind und immer mehr Südstürme über der Ostsee aufziehen. Ich habe mit Meteorologen gesprochen, die sagen, dass es mit dem Klimawandel zusammenhängt, dass immer mehr heiße Luft aus dem Süden aufzieht. Klar – für uns Surfer im Norden gibt es dann mehr Wellen, aber für das Klima ist es eine Katastrophe“, sagt Tim.

Tim glaubt, dass Menschen hinschauen und verstehen müssen, wieso wir die Natur so nicht behandeln können:

Ich denke, wir sollten daran arbeiten, Achtsamkeit zu schaffen. Es ist allerdings nicht so einfach, die Blickwinkel der Menschen zu ändern, wenn sie nicht selbst rausgehen und ihre eigenen Erfahrungen machen. Deshalb ist es mein Ziel, mit Marken zusammenzuarbeiten, die nachhaltig denken und einen aktiven Lebensstil draußen unterstützen, mit denen ich meine Outdoor-Erfahrungen teilen und Achtsamkeit schaffen kann.

Andere inspirieren, aktiv zu werden

Tim wählt Kollaborationen mit nachhaltigen Outdoor-Brands, die einen aktiven Lebensstil unterstützen und Menschen dazu inspirieren, draußen zu sein. 

Deshalb bin ich auch in Kontakt mit KnowledgeCotton Apparel gekommen. Ich mochte die Kleidung und habe erkannt, dass das Team sehr authentisch ist, deshalb bin ich an Knowledge herangetreten. Ich dachte, es würde bestimmt spannend werden, mit einem skandinavischen Unternehmen zusammenzuarbeiten, weil ich auch aus der Ecke komme. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und als ich dann auch noch mehr über die Geschichte von KnowledgeCotton Apparel erfahren habe – dass sie sich von Anfang an um Nachhaltigkeit gekümmert haben, noch bevor das überhaupt ein großes Thema war – war ich sehr fasziniert. Nicht viele Unternehmen haben so viel Wissen und Innovation in ihrer DNA verankert“, so Tim.

Für Tim hat sich die Zusammenarbeit von Beginn an sehr natürlich und richtig angefühlt. Er sieht sich nicht nur als Botschafter von Knowledge, sondern betont, dass er dem Unternehmen helfen möchte, seine Ziele zu erreichen:

Ich finde es super, dass KnowledgeCotton Apparel den Weg bereitet und zeigt, dass es tatsächlich möglich ist, mit Hilfe von Wissen und Innovation nachhaltige Kleidung zu produzieren. Sie machen ihren Job von Grund auf und sind völlig transparent, was die Herkunft der Materialien und ihre Funktionsweise betrifft. Ich mag die Kleidungsstücke wirklich sehr – skandinavisches Design, das in vielen verschiedenen Umgebungen funktioniert. Es muss nicht unbedingt Performance Wear sein, aber Kleidung sollte sich für einen aktiven Lebensstil eignen. Ich denke, die Einstellung, die Knowledge vertritt, liegt auf der Hand. Meiner Meinung nach sollte jeder so arbeiten.“